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Ein Service von "Neue Wege finden" Andrea Brockmann

Akupunktur

MeridianeAkupunktur ist auch hier im Westen die bekannteste Form der Traditionellen Chinesischen Medizin.

​Rein technisch gesehen, werden mittels Nadeln, dem Körper Reize zugeführt, die dann Selbstheilungskräfte anregen sollen.

Wo und in welcher Form die Nadeln zum Einsatz kommen ist dabei je nach Form unterschiedlich.

Es gibt die Körperakupuktur in der chinesischen und japanischen Variante, die Reflexzonen-Akupunktur am Ohr (französich und chinesisch), am Bauch (chinesisch), an der Hand (koreanisch) und am Kopf (japanisch und chinesisch), um nur einige Beispiele zu nennen.


Die Geschichte:

Stimulation von Punkten am Körper um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen ist schon sehr alt und vermutlich weltweit in den unterschiedlichsten Formen praktiziert worden.

Der älteste, mir bekannte Patient ist Ötzi, die Eismumie aus dem Ötztal. Er hatte strichförmige Tätowierungen an Stellen, die heute noch als Lokalpunkte für Schmerzen in diesem Bereich verwendet werden. Bei einer Tätowierung wird das Gewebe ja auch mit Nadelstichen gereizt, durch die Tinte entsteht dann eine Art Dauernadeleffekt. Der Körper reagiert mit den unter die Haut gebrachten Stoffen, verstärkt dadurch die Durchblutung und lindert somit den Schmerz.

Ich könnte mir vorstellen, dass der schamanische Heiler damals vielleicht die Krankheitsgeister aufspießen wollte und dabei eine positive Wirkung erzielt hat. Oder die Zeichen hatten eine magische Bedeutung. Was genau zur Entwicklung der Akupunktur geführt hat, werden wir wohl mangels Literatur nicht nachvollziehen können.


In China

Die Chinesen verfügen über eine sehr lange Schriftkultur, die sich zwar immer weiter entwickelt hat, deren Schriftzeichen und -system aber immer ähnlich geblieben sind. Das macht es möglich, auch sehr alte Texte zu lesen.

Und so reichen die ältesten Aufzeichnung mehrere tausend Jahre zurück und wurden im Werk "der gelbe Kaiser" wohl erstmals zusammen gefasst.

Die Kontinuität in der Kultur ermöglichte darüber hinaus auch eine stetige Verfeinerung der Techniken.


Die Basis

Die Grundlage bildet ein Geflecht aus besonders wirksamen Punkten (365) am Körper, die über so genannte Meridiane mit einander verbunden sind. Immer zwei Meridiane bilden dabei ein Paar, entprechend den 5 Elementen, wobei hier noch ein sechstes Paar mit integriert wurde. 

Die Lebensenergie (Nähr-Qi) zirkuliert durch dieses System. Bleibt es im Fluss, bleibst du gesund. Jeder Meridian hat zu jeder Zeit Qi zur Verfügung, an zwei Stunden jedoch etwas mehr als sonst. Du kannst dir das wie eine La-Ola-Welle vorstellen, die durch die Kanäle fließt.

Sehen kannst du diese Kanäle übrigens nicht, aber spüren. Und zwar dann, wenn ein Akupunktur-Punkt, der gleichzeitig auch ein Nervenaustrittspunkt ist, mit einer Nadel getroffen wurde. Dann schießt ein Impuls von der Nadel bis zu einem anderen Punkt. Dies fühlt sich wie ein kleiner elektrischer Schlag an, ist völlig ungefährlich und bedeutet, dass der Punkt auf Nervesbreite getroffen wurde.


Nadeln

Damit sind wir schon beim Werkzeug. Ich verwende zumeist silikonisierte Nadeln, die in einem Führungsröhrchen stecken. Dieses wird auf den Punkt aufgesetzt, der Nadelgriff schaut dabei etwas heraus. Durch einen kleinen Impuls mit dem Finger dringt die Nadel durch die oberste Hautschicht, dort, wo die Schmerzrezeptoren sitzen. Die sind aber zumeist mit dem Druck des Röhrchens beschäftigt und bekommen die kleine Nadel nicht mit. Akupunktur sollte also schmerzfrei sein. Das Röhrchen wird abgenommen und die Nadel sanft etwas tiefer eingeführt, bis sie am Punkt angelangt ist.

Die Nadeln selber sind haarfein. Ich habe mal eine Spritzen-Nadel mit meinen Nadeln gefüllt. Es passen sage und schreibe 7 Nadeln oben in das Loch der Spritze. 

Ich belasse die Nadeln ca. 20 Minuten am Ort, dann entferne ich sie wieder. In dieser Zeit können wir uns unterhalten, eine Meditation machen oder ich lasse dich einfach etwas dösen, je nach Wunsch.


Solltest du Fragen oder Anregungen haben, schreibe mir gerne unter info@neuewegefinden.de .

Ich freue mich, von dir zu hören,

deine Andrea


Akupunktur der Reflexzonen - Beispiel Ohr

OhrakupunkturEs gibt ziemlich viele Reflexzonen am Körper, also Regionen, in denen der gesamte Körper im Kleinen abgebildet ist. Die bekannteste ist wohl der Fuß mit der Reflexzonen-Massage.

Aber auch das Ohr, der Schädel, die Hände und der Bauch sind weitere Reflexzonen. Sogar der Mundraum mit den Zähnen ist eine. Deshalb lohnt es sich, bei unklaren körperlichen Beschwerden auch einmal den Zahnarzt aufzusuchen.

Ich persönlich bevorzuge die Ohr- und Bauch-Reflexzone für die Akupunktur, werde mich im Folgenden aber auf das Ohr beschränken. Alle anderen Zonen haben zwar eine etwas andere Aufteillung, funktionieren aber ähnlich.

Bei der Ohrakupunktur gibt es ein chinesisches und ein französisches System, das aber gut mit einander kombiniert werden kann.

Wie du oben im Foto sehen kannst, hast du einen kleinen Mann im Ohr, der wie ein Baby im Mutterleib auf dem Kopf steht. Dies soll grob veranschaulichen, dass dort dein ganzer Körper abgebildet ist, wenn auch sehr verkleinert. 

Der Kopfbereich befindet sich im Ohrläppchen, die Füße am oberen Ohrende. Dazwischen finden sich über hundert Punkte, die oft nur ein oder zwei Milimeter auseinander liegen.

Jeder einzelne dieser Punkte ist der Anfang einer Nervenleitbahn, die im Gehirn an der Stelle aufläuft, an der auch die Nerven von der eigentlichen Körperregion auflaufen. Wird dieser Punkt nun stimuliert, geht die Meldung an das Gehirn raus, das eine Verletzung vorliegt.

Da das Gehirn nicht unterscheiden kann, woher diese Meldung kommt, ob vom Original, zum Beispiel dem Knie oder vom Ohr-Punkt Knie, schickt es Reparaturdienste direkt zum Knie. Dadurch werden Beschwerden dort gelindert.

Austesten der Punkte

Ich verwende dafür den Punktsucher meines Akupunkturlasers. Er zeigt mir nicht nur die Punkte selbst an, sondern auch, wie stark der Nerv gereizt ist, bzw. wie sehr dieser Punkt gebraucht wird. Das Austesten ist absolut schmerzfrei. Dadurch kann ich eine gestellte Diagnose überprüfen. 

Beispiel: Knieschmerzen

Knieschmerzen können verschiedenste Ursachen haben. Es kann das Knie selbst sein, der Oberschenkel oder der Rücken, der Probleme macht, die halt ins Knie ausstrahlen, ohne dass der Rücken direkt schmerzt. Es kann an einem generell zu hohen Muskeltonus liegen (hier wirkt der Punkt Muskelentspannung) und/oder am zu hohen Stresspegel liegen.

​Die Stimulation

Ich verwende in der Regel Dauernadeln von ca. 2 Milimeter Länge, die in ein Pflaster eingebettet sind. Bei Kindern oder wenn keine Nadeln gewünscht sind, kann ich auch auf Ohrsamen ausweichen. Hier befindet sich ein Samenkorn oder ein Metallkügelchen auf dem Pflaster. Dadurch wird das Ohr nicht verletzt, sondern nur akupressiert, was sogar von Kleinstkindern tolleriert wird.

Die maximale Anzahl sind 3 Dauernadeln, die für maximal 10 Tage am Ohr verbleiben können. Danach werden sie entfernt und das andere Ohr genadelt. Dadurch kann sich das erste Ohr erholen und die Punkte bleiben weiter reaktiv.